Da mich bei der nächsten Unterkunft ein Self-Checkinnerwartet und ich hier erst um 11 raus muss lasse ich mir wieder viel Zeit.
Das Wetter ist an sich schön nur soll es heute noch einmal den ganzen Tag ordentlich windig werden.
Gegen halb elf breche ich dann auf.
Es geht wieder durch durch die karge Weite über einen kleinen Pass nach Lajares.
Unterwegs warten zwei größere Hunde auf Unterhaltung.
Als sie die beiden Wanderer vor mir "angehen" drossel ich erstmal direkt das Tempo. Sie gehören zu einer Frau im Bullie die sich dann auch um die Hunde kümmert.
So ganz geheuer sind sie mir erst noch nicht aber beide ganz liebe. Der eine hat einen Ball und möchte einfach nur gern apportieren und so spiele ich etwas mit ihm bis es weiter gehen muss.
Der Weg hinter dem Pass wird dann mehr ein Wüstenweg und durch den Wind peitscht es einem konstant Sand an den Körper.
Auch hier gibt es wieder eigenartige "Gebäude" unterschiedlichster Art in der Nähe bzw. Ferne zu beäugen.
Das merkwürdigste ist dann ein Lagerplatz? - qausi mitten auf diesem Sandweg - von jemandem der dort seinen Pickup voll mit Kanistern unter einer Art Militärtarnnetz stehen hat. Irgendwas halb abgefackeltes ist daneben. Dann gibt es eine Feuerstelle mit Kochzeug. Eine mit Sandsäcken befestigte Plane, welche wie wild
vom Wind hin und her klatscht und wirkt wie die Abdeckung einer Behausung. Dazu gibt es noch einen weiteren abgedeckten Bereich auf dem lauter gleichartige Handtaschen!? liegen.
Obwohl ich ja sonst fast alles fotografiere hab ich von all dem gar keine Bilder :/
Auf den letzten Metern bis zur normalen Straße reißt mich plötzlich ein Hupen aus den Gedanken.
Da hat sich doch glatt ein Bullie angeschlichen.
Bei dem Wind und Untergrund absolut nichts von mitbekommen.
Das letzte Stück Weg auf der Straße ist dann eher unangenehm da die starken Windböen einen schon ordentlich wegdrücken.
Heile in Lajaras angekommen suche ich mir ein Plätzchen bei der Panaderia La Paneteca
dort kann man einfach am Platz per Smartphone die komplette Bestellung inkl Bezahlung machen und dann kommt es wenig später an den Platz.
Das man dort dann vor erbrachter Leistung bereits um ein Trinkgeld gebeten wird ist dabei zwar sicherlich dem Prozess geschuldet aber eine Unsitte.
Es gibt Focaccia, Café con leche grande und Tarta Santiago
Gut gestärkt geht es aus dem Örtchen raus zum Vulkankrater Calderon Hando.
Hier drohen 3000€ Bußgeld, wenn man sich nicht an die Beschilderung hält. Was man dann so zu sehen bekommt, so scheint selbst das nicht zu wirken.
Das innere des Vulkankraters ist dann wieder einmal maximal unspektakulär. Dafür die Aussicht schön. Die Windstöße sind dort aber so heftig, dass es mich um ein Haar wieder den Hang hinunter schickt..
Vorbei an weiteren Vulkanen aus der Reihe Volcanes de Bayuyo geht es nun hinab nach Corralejo.
Ein paar Franzosen? ünerholt mich und die Frau meint das es es ja "None of her Business" sei aber ich doch am Arm eine ganz rote Stelle hätte.
Ja sag ich da war gestern keine Sonnencreme aber kann ich nun auch nichts machen.
Sie erklärte sich dann noch einmal, dass sie dachte ich hätte das heute vielleicht vergessen. Ok grundsätzlich natürlich nett aber mit dieser Ansprache etwas merkwürdig.
Entlang der ganzen Strecke trifft man immer Mal wieder auf die putzigen Atlashörnchen.
In Corralejo die Adresse in Google Maps kopiert, nicht richtig kontrolliert und schwupps ganz wo anders gelandet. Noch einmal 30 Minuten :/
Es geht entlang an endlosen Apartment-Blocks hinein ins Zentrum.
Endlich angelegt angelangt - oh Schreck die Keybox öffnet sich nicht. Die Vermieterin wohnt scheinbar ums Eck und steht zwei Minuten später neben mir. Es lässt sich nicht einfach die Klappe öffnen, an der auch ein roter Pfeil nach unten zeigt, sondern man muss an dem ganzen Teil Recht ruppig ziehen. Dann öffnet sich nicht nur die Box sondern auch der Verschluss.
Um halb acht mache schnell einen der letzten Plätze im Tapas Restaurant der Wahl belegt.
Hier wird wohl normalerweise zugewiesen aber war dann doch ok. Es gab frittierten fuerteventurischen Käse,
Spinat und Käserollen und Papas arugadas
Zum Nachtisch eine Tarta Maripepa, die auf Fuerteventura traditionell sein soll, obwohl es auch endlich wieder Gofio Mousse gegen hätte.