Durch die Wüste in die Berge


Von Kurz vor der Wüste nach Pasos
calendar_today 17. März 2026
timer 08:11 arrow_range 31,39 speed 3,83 north_east 1060 south_east 689

Nachdem es nach dem Sonnenuntergang erst deutlich windig geworden ist, legte sich das dann zum Glück auf ein erträgliches Maß. Müde war ich Komischerweise so gar nicht. So Koffeinempfindlich bin ich ja normal nicht aber vielleicht war die Cola doch nicht so klug.
Nach zwei Podcast versuchte ich zu schlafen aber so richtig würde es dir ganze Nacht nichts.

Um halb acht war alles wieder eingepackt und es ging hinein in die Wüste.
Direkt verpeilte ich den Weg und quälte mich ich vollkommen unnötig einen steilen Hand mit tiefen und lösen Sand hinauf..

Nach etwas über zwei Stunden war der eigentlich avisierte Schlafplatz von gestern erreicht und ich ging ein Stück direkt am Meer. Dort kamen dann auch noch weitere Top Spots zum Zelten und man hatte noch einmal das imposante Meer aus nächster nähe. Theoretisch sollte man auch immer entlang der Klippen bei La Pared raus kommen aber irgendwie hatte ich bedenken und gurkte noch ein ganzes End durch die Wüste bis es auf den GR131 ging, der mich nach La pated führte.

Dort suchte ich ein kleines Café auf und gönnte mir einen Avocadoburger und Café als Stärkung. Außerdem konnte ich die Powerbank nachladen und das Wifi nutzen.
Anschließend wieder 4,5 Liter Wasser aufgeladen und es ging dem Gr131 folgend entlang von Straßen und Pisten. Die Schlenker hinauf und hinab ersparte ich mir zumeist und blieb einfach auf der Straße. Irgendwann geht es dann in einen single Trail Richtung Cardon. Der Wind hat ordentlich aufgedreht, wie man auch gut an den fünf Windrädern sehen kann. Kurz kommen ein paar Tropen vom Himmel und kaum hab ich die Regenjacke an, so hört es auch schon wieder auf.

Am Pausenplatz lege ich eine Rast ein und habe den Schlafplatz eigentlich schon fest im Auge. Etwas hinter Cardon ein Stück in die Berge und da soll er sein.
Mittlerweile ist es doch recht zäh. Cardon streckt sich ziemlich bis es irgendwann wieder den Trail den Berg hinauf geht.
Die Garmin hat auf den vermeintlich letzten Metern auch genug..
Der Weg belohnt noch einmal mit einem wunderbaren Panorama aber die Bank wo der Platz ist will einfach nicht kommen.
Ziemlich am Ende komme ich an aber zu meinem Verdruss geht ein furchtbarer Wind und die Lage ist maximal exponiert. Erstmal sammeln und überlegen. Der Rastplatz vor dem Einstieg in den Berg wäre eine Option aber ist ziemlich offen zu der Ortschaft gelegen wo es auch viele Hunde gibt. Nochmal zurück widerstrebt mir und in Zweifel könnte ich den Grad weg noch absolvieren und wäre im dunkeln kurz vor Paraja. Und vielleicht findet sich ja noch ein Plätzchen des Weges.
Vermutlich nicht die klügste Idee aber ich hab ja genug Verpflegung und kalt wirs es hier auch nachts nicht.
Diverse Spots werden argwöhnisch beäugt aber die Verzweiflung ist noch nicht groß genug und noch ist auch noch etwas Resthelligkeit vorhanden
Zu meiner großen Erleichterung erblicken meine Augen dann kurz vor dem Pasos auf 482m einen sehr schönen Fleck Erde.
Der Wind geht hier nicht all zu stark, es gibt genug große Steine, die Heringe gehen halberlei in den Boden und der ist zwar steinig aber noch ok.




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